Zuverlässiger Alltagsbegleiter? Huawei Mate 9 im Test

Richard Yu, seines Zeichen CEO des chinesischen Unternehmens Huawei, hat Großes vor. Im Laufe der nächsten beiden Jahre will er mit seinen Mobilgeräten nach Marktanteilen an Apple vorbeiziehen. Rund drei Prozent trennen die beiden Marken aktuell (Apple: 12,5% MA, Huawei: 9,3% MA), für das ambitionierte Ziel müssen also gute Produkte her. Zu den Lieblingen am Markt zählt die phablethafte Mate-Serie, die nun ihre Neuauflage erhielt. Nachdem ich mir erste Eindrücke gebildet habe, habe ich das Gerät nun ausführlich getestet. Ist das Mate 9 ein zuverlässiger Alltagsbegleiter?

Großzügiger Lieferumfang

Der Premium-Anspruch, den die Chinesen am Mate 9 haben, wird bereits an der Verpackung sichtbar. In einem braunen, hochwertig stabilen Karton kommt das Mobiltelefon daher. Nach dem Öffnen begrüßt einen direkt das opulente Gerät, das wir zur Seite legen. Zwei kleine Schachteln beinhalten das weitere Zubehör. Dazu zählt natürlich zu allererst das (etwas kurze) USB-Typ-C-Kabel sowie das SuperCharge-Netzteil, welches Ladeströme bis 5 A bei einer Spannung von 4,5 V erlaubt. Außerdem gibt’s im Lieferumfang wie beim Huawei Nova In-Ear-Kopfhörer, die an Apples EarPods erinnern. Außerdem wartet eine Überraschung in einer zweiten Schachtel: Dort versteckt Huawei neben einer Schnellstartanleitung ein praktisches Kunststoff-Case, das das Gerät vor Beschädigungen schützt.

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Im Lieferumfang befindet sich auch ein Kunststoff-Case.

Hochwertiges Design

Ganze Arbeit haben die Designer des chinesischen Herstellers beim Mate 9 geleistet. Natürlich gleichen sich die Telefone irgendwie alle untereinander. Allerdings haben wir noch kein so kompaktes Telefon mit einem so großen Display gesehen. Die Höhe beträgt 156,9 mm und die Breite 78,9 mm. Die Screen-to-Body-Ratio beträgt sagenhafte 77,5%. Außerdem ist es mit 7,9 mm angenehm flach und mit 190 g gemessen an den Dimensionen recht leicht. Neben dem Display befindet sich auf der Frontseite eine Hörmuschel, ein Näherungssensor, die Benachrichtigungs-LED sowie die Frontkamera. Unterhalb des Display prangt lediglich ein Huawei-Logo. Die linke Seite beherbergt den SIM- sowie microSD-Karten-Slot. Er kann wahlweise mit einer Nano-SIM- sowie Speicherkarte oder mit zwei SIM-Karten bestückt werden.

Auf der Unterseite verbaut Huawei den USB Typ-C Anschluss sowie einen weiteren Lautsprecher. Rechts befinden sich wie üblich die Lautstärke-Wippe sowie der Power-Button, die beide einen angenehmen Druckpunkt bieten. Neben einem 3,5 mm Klinkenanschluss befindet sich auf der Oberseite des Mate 9 ein Infrarotsensor, über den etwa das heimische Fernsehgerät gesteuert werden kann. Die Rückseite des Phablets beherbergt neben der Dual-Kamera von Leica eine Dual-LED sowie einen Laser-Autofokus. Ein darunter angeordneter Fingerabdrucksensor soll für schnelles Entsperren und zusätzliche Sicherheit sorgen. Leider ist die Position so ungünstig gewählt, dass man beim Suchen mit dem Finger öfters über die Kameralinse streicht und diese so verunreinigt.

Klasse Verarbeitung

In Sachen Haptik und Verarbeitungsqualität gibt es beim Huawei Mate 9 nichts auszusetzen – im Gegenteil. Die beiden deutschen Farbvarianten Silber und Grau fassen sich aufgrund des strukturierten Metallgehäuses sehr hochwertig an. Unsere getestete goldene Variante, die nach aktuellem Stand nicht nach Deutschland kommen wird, besitzt hingegen eine Art Lamination, die das Metall glänzend speckig und damit etwas billig wirken lässt. Bei allen Varianten sucht man Spalte und scharfe Kanten vergebens – selbst die Vorserienexemplare gaben sich hier keine blöße. Schade ist jedoch, dass eine IP-Zertifizierung hinsichtlich der Resistenz gegen Wassereintritt fehlt.

Dieses Display ist ein Genuss

Huawei verbaut beim Mate 9 ein 5,9 Zoll großes IPS-Display. Es löst mit 1.920 x 1.080 Pixel auf und liefert eine Pixeldichte von 373 ppi. Zwar klingt das erstmal wenig. Allerdings zeigte sich im Test, dass die Auflösung im Alltag vollkommen ausreichend ist. Lediglich bei VR-Anwendungen – das Huawei Mate 9 ist Daydream-Ready – sieht man deutliche Pixel und verwaschene Konturen. Auch in Sachen Helligkeit gibt es kaum etwas zu meckern. Der Sensor regelt angenehm und exakt, in den meisten Fällen ist das Panel sehr gut ablesbar. Natürlich ruft das spiegelnde Display bei direkter Sonneneinstrahlung nervige Reflektionen hervor, die es nur schwer überstrahlen kann.

Darüberhinaus ist die Nutzung des Bildschirms dank der kontrastreichen Farben eine echte Wonne. Besonders Spiele oder hochauflösende Videos lassen sich auf dem großen Panel entspannt konsumieren und auch der in Android 7.0 neu dazugekommene Multi-Window-Mode macht bei der Displaygröße richtig Sinn. Aber dazu später mehr.

Bärenstarke Performance

Als nächstes kommen wir zu einer der Königsdisziplinen des Huawei Mate 9, der Performance. Unter der Metallhaube steckt mit dem Kirin 960 Octa-Core SoC eine chinesische Eigenentwicklung. Sie besitzt den neuen Cortex A73 Chip, dessen vier Kerne mit bis zu 2,4 GHz takten, sowie einen Cortex A53 Chip, dessen vier Kerne ressourcenschonend mit bis zu 1,8 GHz Taktfrequenz laufen.

Alles in allem verspricht Huawei einen Performance-Sprung von 18% im Vergleich zum Vorgänger bei zugleich 15% geringerer Energieaufnahme. Und damit versprechen die Chinesen nicht zu viel: Im GeekBench erreichte das Mate 9 einen Single-Core-Score von 1928 Punkt, im Multi-Core gar 6040 Punkte. Damit schlägt er Samsungs Exynos 8890 (5348) und Qualcomms Snapdragon 821 (4452) um Längen. Lediglich im AnTuTu Benchmark liegt er mit 119.788 Punkten hinter der Konkurrenz von Samsung, LG, HTC und Co.

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Im GeekBench erreichte das Mate 9 einen neuen Bestwert. Weniger erfolgreich ist das Ergebnis im AnTuTu-Benchmark.

Für Grafikanwendungen spendiert Huawei die neue Mali G71 Octa-Core-GPU. Sie bietet gegenüber dem Vorgänger-Chip einen Geschwindigkeitsschub von 180% bei rund 40% geringerer Energieaufnahme. Im GFXBench erreichte der Grafikchip im Manhattan Offscreen einen Wert von 51 fps, Snapdragon und Exynos liegen mit 44 bzw. 42 fps deutlich dahinter. Außerdem unterstützt die Mali-GPU die neue Vulkan-Grafikschnittstelle, die mit Android 7.0 Einzug hält – auch wenn bis dato nicht jedes Spiel damit klar kommt. Im Test starteten einige Apps wie Asphalt Xtreme oder Need for Speed: No Limits mit Fehlern oder schwarzem Bildschirm. Voraussichtlich wird es dazu noch ein Firmware-Update geben. Funktioniert alles ohne Probleme, soll sich die Rendering-Performance durch die neue API um bis zu 400% verbessern. In Sachen Zukunftssicherheit dürfte es also mit dem Mate 9 keine Probleme geben.

Zukunftssicher dank Künstlicher Intelligenz

Apropos Zukunftssicherheit: Dank einer neuen intelligenten KI soll das Premium-Phablet auch nach 18 Monaten nahezu die Performance des Auslieferungszustands besitzen. Dafür sorgt das ausgeklügelte Zusammenspiel von Soft- und Hardware mittels smarter Speicher- sowie Prozessorzuweisung sowie intelligenter Speicheroptimierung. Auf der Präsentation in München wurden beeindruckende Vergleiche mit Branchenprimus Samsung gezeigt, die deutliche Unterschiede erahnen ließen.

Massig Speicher

Bis auf letzteres Feature, das wir selbstverständlich nicht testen konnten, zeigte sich das Mate 9 im Test von der performanten Seite. Dafür sorgte auch der 4 GB große LPDDR4 Arbeitsspeicher, der mit einer Datenrate von 7,3 GB/s ein flüssiges Wechseln zwischen den Anwendungen ermöglichte. Auch ressourcenhungrige Anwendungen wie Asphalt 8 oder FIFA Mobile liefen schnell und ohne große Ladezeiten. Dabei half auch der leseschnelle, 64 GB große interne Speicher, der laut A1 SD-Bench eine Lesegeschwindigkeit von 346 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 137 MB/s besitzt.

Knackig-scharfe Fotos

Nachdem Huawei Anfang des Jahres im P9 erstmals eine Dual-Kamera von Leica integriert hat, kommt im Mate 9 nun bereits die zweite Generation des Konzepts zum Einsatz. Sie besteht aus der Kombination einer 20 Megapixel auflösenden Monochrom-Kamera sowie eines 12 Megapixel auflösenden RGB-Moduls mit f/2.2-Blende. Durch die Verrechnung der beiden Fotos wird eine zusätzliche Schärfe erreicht, Huawei verspricht eine um 50% höhere Schärfe.

Im Modus „Große Blende“ kann für etwa Portraitfotos ein schicker Bokeh-Effekt erzielt werden. Außerdem kommt das Konzept dem neuen Hybridzoom zu Gute mit dem Objekte zwar weiterhin nur digital vergrößert werden können, jedoch ohne deutlich sichtbare Verluste. Für scharfe Fotos steht zudem ein Hybrid-Autofokus zur Verfügung, der aus einem Laser-, Phase Detection-, Tiefen- sowie Kontrastfokus besteht. Bei schummrigem Licht sorgt eine Dual-LED für zusätzliche Ausleuchtung. Ebenfalls steht ein farbdynamischer HDR-Modus zur Verfügung und Aufnahmen können in RAW gespeichert werden. Bewegtbilder können mit 30 fps in 4K-Auflösung aufgezeichnet werden.

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Im Mate 9 kommt die zweite Generation der Dual-Kamera von Leica zum Einsatz.

Die Frontkamera des Huawei Mate 9 löst mit 8 Megapixel auf und bietet ebenfalls einen Autofokus. Leider fehlt der optische Bildstabilisator. Videos können hier mit einer FullHD-Auflösung gespeichert werden. Im Test machten beide Module eine gute Figur. Vor allem der Monochrom-Modus der Hauptkamera ist ein fetziges Feature, das zusätzliche künstlerische Möglichkeiten bietet. Überraschenderweise kommt das 12 Megapixel RGB-Modul in Sachen Farben und Helligkeit nicht ganz an die Konkurrenz-Modelle wie etwa dem HTC 10 heran. Die Fotos bieten ein hohes Qualitätsniveau, sind aber etwas ausgewaschener und weniger farbtreu.

Schlechter Video-AF

4K-Videos macht die trotz H.265-Codec hohe Datenrate zu schaffen: Bewegungsarme Videos sehen richtig gut aus, wogegen etwa Sportaufnahmen mit ziehenden Bildern daher kommen. Ein pumpender Autofokus bei sich bewegenden Objekten sorgt für zusätzliche Unruhe.

Sound

Ebenfalls einen Schritt nach vorn macht Huawei in Sachen Lautsprecher. Im Hochformat kommen die Klänge aus der Geräte-Unterseite und bieten durchschnittlichen Klang. Wie für Smartphones üblich sind die Tiefen und Mitten sehr flach, die Höhen dafür stark präsent. Dreht man das Mate 9 in den Landscape-Modus kann optional ein Stereo+-Feature aktiviert werden. Auch dann spricht die Software die obere Hörmuschel an und spielt Töne in Stereo ab. Im Test funktionierte diese Funktion ganz gut und aufgrund der Abmaße ergibt sich ein ganz ordentlicher Effekt. Einzig das Drehen und damit Umschalten der Modi ist mit einer kurzen Audio-Pause verbunden. Jedoch dürfte das per Software-Update zu beheben sein. Die Lautstärke der Speaker ist subjektiv gesehen ganz ordentlich. Allerdings nennt Huawei keine dB-Zahl. Je nach Genre ist bei 100% Lautstärke ein deutliches Plärren hörbar.

Funk und Konnektivität

Huawei brüstet sich beim Mate 9 mit der Integration von LTE Cat 12 in weltweit allen verfügbaren Frequenzbändern. Damit sparen sich die Chinesen verschiedene Geräte für unterschiedliche Märkte. Im Alltag gab es hinsichtlich der Empfangsqualität trotz Metallgehäuse keine negativen Erlebnisse. Mit dem heimischen WLAN verbindet sich das Phablet über die Funkstandards a/b/g/n/ac und für den kabellosen Datenaustausch steht das energiesparende Bluetooth 4.2 zur Verfügung. Außerdem befindet sich NFC auf der Featureliste. Wie eingangs erwähnt besitzt das Mate 9 einen IR-Blaster, über den entsprechende Heimelektronik und TV-Geräte fernbedient werden können. Dafür bietet die Software eine große vorinstallierte Bibliothek an IR-Codes an.

Akku ohne Ende

Die Mate-Serie ist seit jeher für seine großen Akkukapazitäten bekannt. Auch beim neunten Modell steckt mit einem 4.000 mAh großen Energiespender eine Menge Power unter der Haube. Und mit dem Versprechen, zwei Tage ohne Laden auszukommen, lehnt sich Huawei nicht zu weit aus dem Fenster. Selbst mit dem ein oder anderen Game, Social Media und Nachrichten waren solche Laufzeiten durchaus drin. Im PC-Mark Akku-Benchmark erreichte das Mate 9 bei einer Display-Helligkeit von 50% einen ordentlichen Wert von 8:47 h.

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Der Aufladezyklus des Huawei Mate 9 soll besonders sicher sein.

Den Innovationsanspruch zeigen die Chinesen auch bei der Ladetechnik. Sie verwenden den eigenen Standard Huawei SuperCharge und erreichen damit außergewöhnliche Ladeströme und folglich schnelle Ladezeiten. Bei geringer Akkukapazität werden 5 A Ladestrom durch das Netzteil in den Akku befördert. Das sorgt vor allem in der ersten Ladestunde für phänomenale Ergebnisse: Innerhalb 30 Minuten sind rund 60% (also 2.400 mAh), nach einer Stunde 90% (3.600mAh) aufgeladen. Bis die letzten 10% im Akku-Modul angekommen sind vergehen dann allerdings insgesamt 90 – 100 min. Grund dafür sind geringere Ladeströme, die den Akku schonen sollen.

Um einem Debakel wie beim Samsung Galaxy Note 7 vorzubeugen, integriert Huawei zudem eine 5-stufige Sicherung vor Überladen des Akkus. So werden Spannung und Widerstand überwacht, um bösen Überraschungen vorzubeugen. Während des Ladens ist das Ergebnis wahrlich „coole“ Temperaturwerte. Gegenüber Konkurrenzgeräten wie dem Samsung Galaxy S7 Edge erwärmt sich das Gehäuse um 5 °C weniger und emittiert 50% weniger Wärmeenergie. Grund dafür sind die ausgelagerten Spannungswandlungen, die im SuperCharge-Netzteil stattfinden. Im Test war dieser Effekt deutlich spürbar und trotz parallelem Betrieb erwärmte sich das Gerät nur minimal.

Aktuelles Android 7

Auch im Mate 9 bleibt sich Huawei treu und setzt auf Google Android als Betriebssystem. Abgesehen der Pixel-Phones ist es aktuell das einzige Gerät mit Android 7.0 Nougat. Außerdem spendieren die Chinesen eine neue Nutzeroberfläche, nämlich EMUI 5.0. Die wurde deutlich aufgehübscht und orientiert sich stark an Googles Stock-Android. Zudem gibt es etliche neue Features wie den App-Drawer, der optional aktiviert werden kann, und deutlich beschleunigte Animationen, die das Gerät schneller erscheinen lassen. Wie auch beim Huawei Nova kann der Fingerabdrucksensor nicht nur zum Entsperren genutzt werden. Ein Wisch nach unten öffnet die Benachrichtigungsleiste, in der Kamera-App kann damit ausgelöst und in der Galerie navigiert werden. Das funktionierte ganz gut und bietet angesichts des unhandlichen Displays einen echten Mehrwert.

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Die Nutzeroberfläche EMUI erhält beim Mate 9 ein umfangreiches Update.

Tolle Software-Funktionen

Seine Vorteile zeigt das große Display unter anderem bei einer neuen Android-Funktion: Multi-Window. Durch einen langen Fingertipp auf das Quadrat, über das die letzten Apps durchgescrollt werden können, lassen sich zwei Anwendungen gleichzeitig auf dem Bildschirm nutzen. Allerdings Voraussetzung dafür ist eine Implementierung der entsprechenden Funktion. Aktuell bieten dieses Feature nur ein paar Programme wie Google Chrome, Spotify oder Twitter. Für schnelles Nachschauen und/oder Copy&Paste ist die Funktion Gold wert. Apropos schnell: Wer das Mate 9 mit einer Hand bedienen mag, kann mit einem Wisch über die unteren Aktionstasten nach rechts den Bildschirm runter skalieren.

Test-Fazit Huawei Mate 9

Mit dem Mate 9 bläst Huawei zum großen Angriff gegen Apple und Samsung. Diesbezüglich hat uns vor allem die tolle Performance, das kontrastreiche Display sowie der ausdauernde Akku gefallen. Auch die Dual-Kamera von Leica ist ein nettes Feature und das Monochrom-Modul ein spannendes Kreativwerkzeug. Die Nutzeroberfläche EMUI hat ein großes Update mit deutlicher Entschlackung bekommen und sieht nun nicht mehr wie eine billige iPhone-Kopie. Pfiffige Features erleichtern den Umgang mit dem großen Gerät deutlich. Die Chinesen haben also eine Menge richtig gemacht – wäre da nicht der saftige Preisaufschlag gegenüber dem Vorgänger. Mit 699 Euro kostet das Mate 9 100 Euro mehr als das Mate 8. Für Interessenten lohnt sich also ein Blick über den Tellerrand hinaus.

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Schnell, schick, aber auch überdimensional groß: Das Huawei Mate 9 dürfte nicht für jeden die erste Wahl darstellen.

Trotzdem hätte der Bolide für mich nicht das Zeug zum Alltagsgerät. Warum? Weil das Mate 9 mit 15,7 cm Höhe und 7,9 cm Breite dann doch sehr voluminös und den entscheidenden Zentimeter zu hoch und zu breit ist. Außerdem sollte das Gerät auch zum Charakter passen – und da ist mir der Formfaktor einfach zu prollig und nicht wirklich alltagskompatibel. Will ich mit einem Android-Gerät produktiv arbeiten, greife ich lieber zu einem größeren Tablet. Schließlich tut es für die Nachrichten und sozialen Netzwerke unterwegs dann auch ein 5 Zöller.

Fotos & Screenshots by Jonas Haller

About Jonas Haller
Jonas ist technikbegeisterter Leichtbaustudent an der Technischen Universität in Chemnitz. Er sammelt gern Erfahrungen mit neuer Hardware sowie innovativen Technologien und lässt andere daran teilhaben. Durch den Techblog „HTC Inside“ ist er zum Bloggen gekommen. Zwischendurch war er auch für das „Android Magazin“ aktiv. Privat schreibt er auf jonas-haller.de über die Dinge und Geschichten in seinem Leben, die er berichtenswert findet.