Bad, Küche, Radtour: Vier ausgefallene Gadgets für deinen smarten Alltag

Vernetzung ist nicht nur das Thema der Stunde, sondern unserer gesamten Generation. Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas stellten Hersteller und Entwickler ihre neuesten Errungenschaften vor, um das Leben ein bisschen smarter und vor allem einfacher zu gestalten. Wir haben uns auf die Pirsch begeben und die besten Gadgets zusammengestellt. (Hier geht es zu den Smartphone-Highlights der CES 2017.)

Revell C-me: Drohnies für jedermann

c-me-handNach den Selfies kristallisierte sich im letzten Jahr ein spannender Nachfolge-Trend heraus – die Drohnies. Sie definieren sich durch Fotos von sich und seinen Liebsten aus der Vogelperspektive. Für all jene, denen das nötige Kleingeld für eine vollwertige Drohne fehlt, hat Revell auf der CES die kompakte C-me vorgestellt. Sie zeichnet sich durch besonders kompakte Abmaße und ihre konkurrenzlose Portabilität aus. Ähnlich wie bei der professionellen DJI Mavic sind die Propellerarme anklappbar, sodass das Fluggerät schnell in Hosentasche oder Rucksack verstaut ist. Das Starten der Drohne sowie deren Steuerung gelingt über eine Smartphone-App. Per Knopfdruck startet C-me automatisch und schwebt wahlweise in einer Höhe von drei oder fünf Metern. Mit der 8 Megapixel-Kamera können dann Fotos und Videos in FullHD aufgezeichnet werden. Für letzteres steht eine praktische Follow-Me-Funktion zur Verfügung. Auch 360-Grad-Panoramen sind möglich. Zum Marktstart im April ist die Revell C-me in den Farben Schwarz, Rot, Türkis und Purple für eine unverbindliche Preisempfehlung von 199 Euro verfügbar.

Smarter FridgeCam: Kühlschrank-Kamera zum Nachrüsten

smarter-fridge-cam-1Intelligente Kühlschränke werden seit einiger Zeit auf den Elektronikmessen dieser Welt vorgestellt und in den Märkten angepriesen. Doch meist ist die Neuanschaffung teuer und ökologisch nicht immer sinnvoll. Umso besser, dass das Londoner Unternehmen Smarter mit der FridgeCam eine praktische Lösung zur Erweiterung des verfügbaren Kühlschrankes anbietet. Das unscheinbare Kamera-Modul kann dabei in der Schranktür untergebracht werden. Eine passende App ermöglicht den Zugriff per Smartphone. So erhält der Nutzer nach jedem Schließen der Tür einen schnellen Überblick, was noch da ist und was wann verbraucht werden sollte. Das beugt unnützer Lebensmittelverschwendung vor. Eine angebundene Rezeptdatenbank zeigt zudem passende Vorschläge zur Zubereitung von Gerichten an. Die Erinnerungsfunktion der Anwendung gibt Bescheid, wenn Nahrungsmittel knapp werden. Ab Sommer soll die FridgeCam für rund 120 Euro verfügbar sein.

Kérastase Hair Coach by Withings: Das Beste fürs Haar

20170110-kerastase-hair-coachDie Schönheitsindustrie blieb bis dato vom „Internet der Dinge“ verschont. Bis jetzt, denn mit dem Hair Coach präsentierte Withings gemeinsam mit Beauty-Experte Kérastase die erste intelligente Haarbürste. Sie bietet in erster Linie den Frauen der Schöpfung die Möglichkeit durch das Kämmen der Haare Informationen zur eigenen Haargesundheit zu erhalten. Dazu sind im Inneren einige Sensoren untergebracht: Ein Mikrofon erfasst beispielsweise die Geräusche während des Haarbürstens, ein 3-Achsen Kraftsensor misst die Kraft, die auf Haare und Kopfhaut ausgeübt werden. Beschleunigungsmesser und Gyroskop analysieren das Bürstenmuster, Leitfähigkeitssensoren helfen bei der Bestimmung der Feuchtigkeit des Haares. Für die Auswertung wird der Hair Coach per Bluetooth mit dem Mobiltelefon verbunden und eine App liest die Daten aus. Withings verspricht zudem personalisierte Tipps und Hinweise zur Haarpflege. Die smarte Entwicklung wurde deshalb im Rahmen der CES mit dem Innovation Award im Bereich „Wearable Technology“ ausgezeichnet. Mit einem Preis von unter 200 Euro soll der Kérastase Hair Coach ab Mitte 2017 in den firmeneigenen Friseursalons, über die Onlineshops sowie im stationären Handel verfügbar sein.

LeEco Smart Bike: Vernetzt radeln

leeco-smart-bikeWer bisher auf dem Fahrrad navigieren und/oder Streckendaten aufzeichnen wollte, benötigte zwingend ein Smartphone oder Navigationssystem mit entsprechenden Funktionen. Der chinesische Hersteller LeEco will das nun ändern. Mit dem Smart Road Bike und dem Smart Mountain Bike wurden auf der CES die ersten Fahrräder mit Android-System vorgestellt. Neben hochwertigen Bike-Komponenten wie einem Toray T700 Carbon Rahmen, der eine Masse von lediglich 12,2 kg ermöglicht, umfangreicher Lichtausstattung, einer Hupe sowie einer Diebstahlsicherung, spendieren die Asiaten einen potenten Fahrradcomputer mit bikeOS, einem auf Android 6.0 basierenden System. Auf einem 4 Zoll großen Bildschirm werden die für die Fahrt wichtigen Daten angezeigt. Unter der Haube steckt ein Snapdragon 410 Prozessor sowie ein 6.000 mAh starker Energiespender. Des Weiteren stehen mit GPS, Kompass, Beschleunigungssensor, Barometer, Helligkeitssensor, Radgeschwindigkeit und Trittfrequenzmesser zahlreiche Helferlein zur Verfügung. Zur Navigation ist die Offline-Lösung HERE Maps vorinstalliert, Musik kann off- oder online über eine Anwendung gehört werden. Natürlich können On- oder Offroad-Touren auch mit Freunden geteilt werden. Verfügbar sollen die beiden Modelle im zweiten Quartal sein – vorerst allerdings nur in den USA. Zum Preis schwieg sich der Hersteller aus.


Images by LeEco, Revell, Withings, Smarter, CES; adapted by Jonas Haller


Hier geht es zu den Smartphone-Highlights der CES 2017.

About Jonas Haller
Jonas Haller studiert zurzeit Leichtbau an der Technischen Universität in Chemnitz. Die technische Vorschädigung tut dem Interesse zum mobilen Zeitgeschehen und der Liebe zur Sprache jedoch keinen Abbruch. Durch den Techblog „HTC Inside“ ist er zum Bloggen gekommen. Zwischendurch war er auch für das „Android Magazin“ aktiv. Privat schreibt er auf jonas-haller.de über die Dinge, die das Leben bunter machen.