Huawei MediaPad M3: Schicke und schnelle Multimedia-Maschine im Test

Das MediaPad M3 von Huawei ist der Herausforderer des iPad mini und will mit guter Ausstattung und hochwertigem Design überzeugen. Ich habe das Mini-Tablet für euch getestet.

Gerade nach der Veröffentlichung der neuen Handys von Samsung und Honor taucht eine Frage immer öfter auf. Was ist eigentlich noch ein Smartphone, was ist schon ein Tablet? Wurden Handys einmal Jahr für Jahr kleiner, übertrumpfen sich die Hersteller aktuell mit immer größeren Displays. Das liegt nicht zuletzt an den immer wichtiger werdenden visuellen Inhalten unseres digitalen Lebens. Schließlich machen Videos, hochqualitative Fotos und Spiele keinen Spaß, wenn ihr sie auf einem winzigen Display konsumiert.

Edler Look, gut ausgestattet

Das Huawei MediaPad M3 bietet eine Displaydiagonale von 8,4 Zoll. Damit ist es größer als das gigantische Samsung-Phablet Galaxy S8 Plus (6,2 Zoll), aber kleiner als ein klassisches 9,7- bzw. 10-Zoll-Tablet. Das IPS-Display ist mit 2.560 x 1.600 Bildpunkten (359 ppi) relativ hoch aufgelöst. Es liefert farbtreue und kontraststarke Bilder.

Das Gerät überrascht schon beim Auspacken. Denn das Tablet liegt gut in der Hand, hat ein angenehmes Gewicht und sieht sehr hochwertig aus. Keine unschönen Kanten, keine unsaubere Verarbeitung, keine billigen Materialien.

Im Innern des MediaPad M3 arbeitet der 2016er Top-Prozessor Kirin 950. Er besteht aus zwei CPU-Sets mit insgesamt acht Kernen. Dabei übernimmt das „kleinere“ Quartett genügsamere Anwendungen wie Mails, Browser und Social Media. Bei leistungshungrigen Apps wie aufwändigeren Spielen, Video und Bildbearbeitung springt der stärkere Quad-Core ein. Diese Arbeitsteilung soll Energie und damit den Akku sparen.

Der Akku ist mit 5.100 mAh Kapazität ein echtes Schwergewicht. Daher kommt das Tablet im Test auch bei starker Benutzung locker durch den Tag. Als Sicherheitsfeature gibt es den mittlerweile obligatorischen Fingerabdrucksensor. Wie von Huawei gewohnt, kann dieser auch einfache Gesten umsetzen wie das Blättern durch Fotos.

MediaPad M3
Image by Huawei

Huawei hat dem M3 einen ordentlichen Arbeitsspeicher von 4 Gigabyte spendiert. Mit 32 GB ist auch der Festspeicher des Tablet gut ausgestattet. Wer möchte, kann es per microSD-Karte um 128 GB erweitern.

Oberfläche nicht ideal für Tablets, dünner Sound

Was ich nicht so mag, ist die Huawei-Oberfläche. Auf dem MediaPad M3 läuft Android 6.0 mit der hauseigenen Oberfläche EMUI 4.1. Zwar sieht sie auf den Smartphones von Huawei und Honor ganz gut aus, aber auf dem kleinen Tablet wirkt beispielsweise die Tastatur irgendwie aufgeblasen. Daher unterstreicht die Software-Oberfläche so gar nicht das elegante und feine äußere Erscheinungsbild.

Zwar ist der Ton relativ gut für ein Tablet. Jedoch gerät er aufgrund des kleinen Resonanzkörpers schnell an seine Grenzen. Dass Huawei beim Sound mit den Spezialisten Harman Kardon und AKG zusammengearbeitet hat, merke ich nicht. Das war übrigens beim Vorgänger MediaPad M2 auch schon so.

Wer hingegen ordentlichen Sound möchte, hat eine große Auswahl an kabellosen Boxen und Kopfhörern zur Verfügung. Diesbezüglich können wir Modelle von, Bang & Olufsen, Harman KardonPlantronics und Teufel empfehlen.

Test-Fazit: Huawei MediaPad M3

Wem ein ausgewachsenes Tablet zu groß ist und wer gleichzeitig hohen Wert auf Qualität legt, der ist mit dem Huawei MediaPad M3 genau an der richtigen Stelle. Denn Verarbeitung, Display, Akkulaufzeit und Geschwindigkeit machen einen guten Eindruck. Der Sound kann nicht ganz mithalten. Dafür stimmt der Preis: Die WLAN-Variante gibt es aktuell für knapp über 300 Euro, für LTE kommen noch einmal 20 bis 30 Euro drauf.


Images by Huawei


About Anton Knoblach
ist freier Producer und Colorist in Berlin und Mitgründer der Werbefilmproduktionsfirma unfourseen. Zu einem gelungenen Tag gehören für ihn Musik, gutes Essen und viel Abwechslung. Anton liebt Struktur, schnelle Technik und starke Bilder.