Remix OS: Android für den Desktop

Das Unternehmen Jide hat eine spezielle Android-Version für Desktop-Computer veröffentlicht. Remix OS kann per USB-Stick gestartet werden und bietet eine Multi-Window Funktion, ähnlich wie sie auf Desktops bekannt ist. Sozusagen ein Android mit “Windows-Feeling“.

Jide dürfte einigen schon seit vergangenem Jahr bekannt sein. Auf der CES 2015, stellte das von ehemaligen Google-Mitarbeitern gegründete Unternehmen, bereits einen eher dürftigen Microsoft Surface-Klon vor, wie das amerikanische Technikportal The Verge berichtet. Im Laufe des Jahres konnte der Hersteller dann aber mit dem Remix Mini überzeugen. Dabei handelt es sich um eine kleine Set-Top-Box, die Android auf jeden Bildschirm mit HDMI-Anschluss bringt.

Jetzt hat Jide Remix OS vorgestellt, welches im Grunde auf dem System basiert, auf dem auch Remix Mini läuft. Somit basiert Remix OS auf Android 5.1.1 und ist kostenlos für die meisten Heimrechner mit Intel- und AMD-Prozessoren verfügbar, die eine x86-Architektur besitzen. Google-Apps sind enthalten und auch der Zugriff auf Google Play ist möglich. Besonders interessant ist ein Multi-Window-Modus, mit dem Apps in veränderlichen Fenstern ausgeführt werden können. Zugleich kann das OS auf einem USB-Stick installiert werden. Der Hersteller setzt dabei Rechner mit USB-3.0-Anschluss und auch 8-GByte-USB-Sticks mit USB 3.0-Standard voraus.

Wie viele andere Betriebssysteme, hat auch Remix OS am unteren Bildrand eine Taskleiste. Hier werden die aktuell geöffneten Apps angezeigt, der Nutzer kann einfach zwischen ihnen wechseln. Normalerweise muss dafür bei Android eine extra Übersicht geöffnet werden.

Zudem soll Remix OS ein besseres Multitasking ermöglichen, als es sonst bei Android üblich ist. Die Anwendungen werden nämlich als kleine Fenster auf dem Startbildschirm angezeigt. Der Nutzer kann ähnlich wie bei Windows zwischen den Programmen wechseln. Dadurch soll Remix OS deutlich besser für die Benutzung mit einer Maus geeignet sein als normale Android-Varianten.

 Image „Android Firewall“ (adapted) by Uncalno Tekno (CC BY 2.0)

About Patrick Kiurina
Patrick Kiurina war von 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv. Zuvor studierte er Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.