Zehn ist besser als „One“: HTC stellt neues Smartphone-Flaggschiff HTC 10 vor

HTC nimmt neuen Anlauf auf die Krone der Android-Smartphones. Beim neuen Flaggschiff HTC 10 – ohne „One“ im Namen – hat der taiwanesische Hersteller an allen Stellschrauben gedreht, um Samsung, Huawei, LG und Sony Paroli zu bieten. Das 5,2 Zoll große Smartphone will unter anderem mit besonders lichtempfindlicher Kamera, Hifi-Sound, Highend-Rechenleistung, erstmaliger AirPlay-Unterstützung und einem auffällig geschliffenen Metallgehäuse überzeugen. Das HTC 10 kann in Schwarz, Silber oder Gold für 699 Euro vorbestellt werden. (Hier geht es zum Test des Top-Smartphones.)

HTC nimmt Foto-Qualität in den Fokus

Dem diesjährigen Trend zu besonders leistungsfähigen Kameras in der Smartphone-Oberklasse folgt auch HTC. Ein Highlight des HTC 10 ist 12-Megapixel-Hauptkamera, deren Chip über vergleichsweise große Pixel von 1,55 Mikrometer verfügt. Das begünstigt klarere, rauschärmere Bilder. Zudem ist es das erste Smartphone, bei dem die Kameras auf Vorder- und Rückseite optisch stabilisiert sind. Dadurch lassen sich auch bei wenig Licht noch scharfe Bilder aus der freien Hand schießen. Mit Offenblende f1.8 sind beide Kameras aber ohnehin sehr lichtstark.

Wer größtmögliche Kontrolle bevorzugt, wird sich über den manuellen Einstellmöglichkeiten im Pro-Modus sowie über die Verfügbarkeit des DNG-Rohdatenformats freuen. Schnappschüsse sollen ein Leichtes sein, da die Kamera-App in 0,6 Sekunden startet und eine laser-gestützter Autofokus auch bei Bilderserien kontinuierlich nachjustiert.

Sound bleibt auch beim HTC 10 ein Schwerpunkt

Ein guter Klang über Kopfhörer und Lautsprecher ist seit mehreren Modellgenerationen ein Schwerpunkt bei HTC und bleibt es beim aktuellen Flaggschiff. Das HTC 10 kann Musik in 24-bit HiRes-Audio abspielen und Videos mit Audiospur in derselben Qualität aufnehmen. „Boomsound“-Lautsprecher mit separaten Hoch- und Tieftönern sollen wie bei vorherigen Modellen einen besonders hochwertigen Klang liefern. Soll das Smartphone als Ausgangsquelle für externe Lautsprecher dienen, kann erstmals bei einem Android-Smartphone Apples drahtlose Streaming-Technologie AirPlay zum Einsatz kommen.

Hohe Performance, sparsamer Akku

Das HTC 10 kommt mit der aktuellen Android-Version 6. Ein äußerst reaktionsfreudiger Fingerabdrucksensor, der in 0,2 Sekunden entsperrt, schützt die Arbeitsoberfläche vor unbefugten Zugriffen. Angetrieben werden Betriebssystem und Apps von 4 GB Arbeitsspeicher und Qualcomms Spitzen-Prozessor Snapdragon 820, der bis 2,2 Ghz taktet. Vier Rechenkerne statt der aktuell angesagten acht sollen offenbar für Höchstleistungen genügen. Zudem findet auf der Platine ein LTC Cat 9-Chip für Downloads mit bis zu 450 Mbps Platz. Wem der interne Speicher von – je nach Modell – 32 GB oder 64 GB nicht genügt, der kann über den MicroSD-Einschub bis zu 2 TB nachrüsten.

Der 3.000 mAh starke Akku soll laut HTC bis zu zwei Tage ohne Aufladen auskommen, weil Stromsparroutinen im Hintergrund unnötig laufende Apps deaktivieren und beim Gaming besonders sparsam mit der Energie haushalten. Falls der Saft mal zu einem ungünstigen Zeitpunkt ausgeht, soll das im Lieferumfang enthaltene Schnelladegerät den Akku in 30 Minuten mit bis zu 50 Prozent der vollen Kapazität versorgen.

Sehr scharfes Display, hochwertig designtes Metallgehäuse

Bedient und betrachtet wird das HTC 10 über ein Quad-HD-Display (2560 x 1440 Pixel). Bezogen auf die Fläche von 5,2 Zoll bietet es eine sehr hohe Pixeldichte von 564 ppi und verspricht damit eine knackscharfe Darstellung. Einen Blickfang bildet nicht nur das Display, sondern auch das Unibody-Metallgehäuse mit seinen abgeschrägten Konturen. Das elegante Design geht allerdings nicht mit Modellmaßen einher. Mit 161 Gramm Gewicht und 9 Millimetern Tiefe gehört das HTC 10 unter den Oberklasse-Smartphones eher zu den Schwergewichten.


Image by HTC


 

About Berti Kolbow-Lehradt
Berti ist ein pragmatischer Tech-Nerd, der gern Dinge testet, die das Leben komfortabler gestalten und vor allem Spaß bereiten. Er liebt smarte Unterhaltungstechnik sowie digitale Fotografie – und gibt gern Ratschläge dazu. Daher auch der Spitzname „RatgeBerti“. Wäre er nicht Technik-Journalist geworden, dann in einem anderen Leben vielleicht Superheld mit Technik-Overkill (Batman?) oder menschlicher Side-Kick bei den Transformers.