Premium-Androide Asus Zenfone 3 kommt in drei Varianten

Mit gleich drei Modellen hat der taiwanische Hersteller Asus auf der Technik-Messe Computex für einen Paukenschlag gesorgt. Er präsentierte das Asus Zenfone 3 mit High-End-Komponenten im schicken Gehäuse aus Glas und Alu. Damit holt das Unternehmen zum Schlag gegen die etablierten Smartphone-Hersteller aus. Und das zu einem unschlagbaren Preis.

Zenfone 3 mit dreifachem Autofokus

Das kleinste Mobiltelefon trägt den einfachen Namen Asus Zenfone 3 und kommt mit einem 5,5 Zoll großen Super-IPS+-Display daher. Das Panel löst mit Full-HD auf und bietet eine maximale Helligkeit von 500 cd/m2. Besonders auffällig ist der schmale Rahmen, der eine Screen-Body-Verhältnis von 77,3 Prozent erlaubt. Sowohl Front als auch Rückseite sind von 2,5D Corning Gorilla Glass 3 geschützt.

Unter der Haube werkelt der Snapdragon-625-Prozessor von Qualcomm, dessen acht Kerne eine Taktleistung von 2.0 GHz bieten. Für Grafikanwendungen steht zudem die Adreno 506 GPU zur Seite. Der Arbeitsspeicher ist mit 4 GB üppig bemessen, intern können 64 GB an Apps und Daten gespeichert werden. Die Hauptkamera löst mit 16 Megapixel auf und wird von einem optischen Bildstabilisator unterstützt. Die große Neuerung ist der TriTech-Fokus, der neben Laser auch Phase Detection bietet und so einen kontinuierlichen Autofokus mit lediglich 0,03 Sekunden Verzögerung ermöglicht. Ein Dual-LED-Blitz hilft bei schlechten Lichtbedingungen aus. Zudem findet sich auf der Rückseite ein Fingerabdruckscanner.

Auf der Vorderseite befindet sich die 8 Megapixel auflösende Frontkamera. Funkseitig gibt’s ein LTE-Cat-7-Modul mit Dual-SIM-Funktion, WLAN bis ac sowie Bluetooth 4.2. Der fest verbaute Akku bietet eine Kapazität von 3.000 mAh und kann über den auf der Unterseite befindlichen USB 2.0 Type-C-Anschluss geladen werden. Als Betriebssystem kommt Googles neueste Android-Distribution 6.0 Marshmallow inklusive der eigenen Nutzeroberfläche Zen UI 3.0 zum Einsatz. Zum Verkaufsstart kann der Kunde zwischen mehreren Farbvarianten wählen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt hier bei 250 Euro.

23-Megapixel-Kamera für Zenfone 3 Deluxe

Die goldene Mitte bildet das Asus Zenfone 3 Deluxe. Es kommt im Aluminium-Unibody und einer direkt integrierten, unsichtbaren Antenne daher. An den Ecken ist das Mobiltelefon gerade einmal 4,2 mm dünn. Das Super-AMOLED-Display ist 5.7 Zoll groß und bietet eine etwas geringe Full-HD-Auflösung. Das Screen-Body-Verhältnis beträgt 79%. Für ordentlich Leistung sorgt der Snapdragon-820-Prozessor, der mit vier Kryo-Kernen eine Leistung von bis zu 2.2 GHz generiert. In Sachen Grafik steht die Adreno 530 GPU zur Seite. Der RAM beträgt starke 6 GB, intern können bis zu 256 GB an Daten abgelegt werden.

Die Hauptkamera löst beim Zenfone 3 Deluxe mit 23 Megapixel auf und verwendet den Sony IMX318 Sensor. Dank lichtstarker f/2.0-Blende und vierfacher optischer Stabilisierung entstehen qualitativ hochwertige Aufnahmen auch bei schlechten Lichtbedingungen. Für 4K-Video steht ein 3-achsiges, elektronisches Bildstabilisierungsmodul zur Seite. Auch der TriTech-Fokus sowie ein Dual-LED-Blitz ist mit an Bord. Für zusätzliche Sicherheit sorgt ein Fingerabdruckscanner auf der Rückseite.

Auf der Vorderseite spendiert Asus eine 8 Megapixel auflösendes Kameramodul. Audio-Fans dürften bei der neuartigen Hi-Res-Audio-Lautsprecher mit leistungsstarken 5 Magneten auf ihre Kosten kommen. In Sachen Funk ist ein LTE-Modul der Cat 13 sowie WLAN ac und Bluetooth 4.2 integriert. Wie auch beim kleinen Bruder beträgt die Kapazität des fest verbauten Akkus 3.000 mAh. Allerdings beschleunigt der USB 3.0 Type-C-Anschluss den Ladevorgang dank Quick Charge 3.0 spürbar. Betriebssystem ist Android 6.0 Marshmallow inklusive der Nutzeroberfläche Zen UI 3.0. Mehrere Farbvarianten stehen zum Marktstart bereit. Die unverbindliche Preisempfehlung der Variante mit 64 GB internem Speicher beträgt preiswerte 499 Euro.

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Super-Phablet mit 6,8 Zoll: Zenfone 3 Ultra

Das dritte Modell im Bunde ist das Asus Zenfone 3 Ultra, das mit tablethaften Ausmaßen daher kommt. Das Unibody-Gehäuse besteht hier ebenfalls aus Aluminium und enthält die unsichtbare Antenne. Herzstück des Gerätes ist das 6,8 Zoll große Display, das wie die beiden Schwestermodelle lediglich mit Full-HD auflöst. Allerdings verspricht Asus einen leistungsstarken Bildprozessor, der jeden Pixel auf ein Maximum optimieren soll.

Anders als der vollmundige Name „Ultra“ vermuten lässt, sind die inneren Komponenten nur Mittelmaß. Als Prozessor kommt der Snapdragon 652 Prozessor von Qualcomm zum Einsatz, dessen acht Kerne mit bis zu 1.8 GHz takten. Für Grafikanwendungen ist die Adreno 510 GPU integriert. Der Arbeitsspeicher beträgt 4 GB, der interne Speicher soll je nach Modell bis zu 128 GB betragen. Aus dem Deluxe-Modell integriert Asus die Hauptkamera. Daher löst auch im Zenfone 3 Ultra die Kameraeinheit mit 23 Megapixel auf und besitzt die bereits genannten Rafinessen.

Im Gegensatz zu den Schwestermodellen befindet sich der Fingerabdruckscanner im unterem Bereich der Frontseite. Über dem Display befindet sich die Frontkamera, die mit 8 Megapixel auflöst. Für ordentlichen Sound sorgen Stereo-Frontlautsprecher, die mit 5 Magneten ausgestattet sind. Werden entsprechend zertifizierte In-Ear-Kopfhörer verwendet, kann Hi-Res-Audio mit virtuellem 7.1 Surround genossen werden.

Mobil kann das Zenfone 3 Ultra wahlweise über LTE Cat 7 oder WLAN ac mit dem Netz verbunden werden. Zudem steht für das kabellose Verbinden Bluetooth 4.2 zur Verfügung. Ein Upgrade hat das ferner das Akku-Modul erhalten: Es bietet eine Kapazität von 4.600 mAh. Wie beim Zenfone 3 Deluxe kann er ebenfalls schnell via USB 3.0 Type-C und Quick Charge 3.0 aufgeladen werden. Als besonderes Feature ermöglicht Asus das Laden anderer Geräte über den Geräte-Anschluss des Zenfone 3 Ultra. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Modell mit 64 GB internem Speicher beträgt 479 Euro.

Fazit

Mit der neuen Produktfamilie schließt Asus langsam aber sicher die Lücke zu den etablierten Smartphone-Herstellern. Beispielsweise in den Bereichen Design und Wertigkeit können sich die Taiwaner steigern. Außerdem hat der Wechsel weg von Intel hin zu den Mobilexperten von Qualcomm dem Konzern gut getan. Überraschend ist dabei, dass sich die Taiwaner bei der offensiven Preisgestaltung treu bleiben und damit eine echte Alternative zu dem Mitbewerbern aus Korea oder Japan bieten.

Zur Produktseite des Asus Zenfone 3.

Neben Flaggschiff-Smartphones hatte Asus mit dem Heimroboter Zenbo übrigens noch ein smartes Schmankerl im Gepäck.


Images by Asus


About Jonas Haller
Jonas ist technikbegeisterter Leichtbaustudent an der Technischen Universität in Chemnitz. Er sammelt gern Erfahrungen mit neuer Hardware sowie innovativen Technologien und lässt andere daran teilhaben. Durch den Techblog „HTC Inside“ ist er zum Bloggen gekommen. Zwischendurch war er auch für das „Android Magazin“ aktiv. Privat schreibt er auf jonas-haller.de über die Dinge und Geschichten in seinem Leben, die er berichtenswert findet.