Foto-App Prisma ab sofort für Android erhältlich

Die unter iPhone-Nutzern äußerst beliebte Foto-App Prisma, ist nun auch für Android verfügbar. Nach einer kurzen Betaphase, hat der Entwickler die Gratis-App nun auch für Android-Nutzer zur Verfügung gestellt.

Seit Anfang Juli ist die Fotobearbeitungs-App Prisma für iOS verfügbar und konnte sich in kurzer Zeit zum Hit im App Store mausern. Mit Prisma lassen sich Fotos überarbeiten, sodass sie im Anschluss wie Gemälde aussehen. Dazu nutzt Prisma neuronale Netze. Das ausgewählte Foto wird hier mit einem weiteren Foto durch das neuronale Netz vermischt. Auf diese Weise wird das Originalfoto mit der Ästhetik des zweiten Fotos versehen. Prisma verwendet hier beispielsweise Kunst-Klassiker. Nutzer können so ihre eigenen Fotos im Stil berühmter Künstler überarbeiten lassen. Da das Ganze auf externen Servern geschieht, ist eine Internetverbindung Voraussetzung.

Aufgrund überzeugender Ergebnisse hat die App viel positives Feedback erhalten. Allerdings ist das russische Unternehmen auch in die Kritik geraten. Da die Verarbeitung der Fotos auf externen Servern geschieht und nicht auf dem Smartphone, räumt sich die Firma weitgehende Nutzungsrechte für die Bilder ein. Wer also eigene Fotos bei Prisma hochlädt bleibt weiterhin Urheber und Eigentümer, allerdings werden weitreichende Nutzungsrechte abgetreten und Prisma erhält eine Lizenz, die Bilder zu vermarkten. Im Grunde genommen genau wie auch bei dem Foto-Dienst Instagram.

Die Freude über die Android-Version der Prisma-App wird derzeit allerdings ein wenig dadurch getrübt, dass die Server auf denen die Bildbearbeitung stattfindet, den Ansturm nicht standhalten kann. So kommt es bei diversen Android-Nutzern zu Problemen. Allerdings scheint sich die Situation mittlerweile aber etwas beruhigt zu haben. Prisma ist ab sofort Gratis im Google Play Store verfügbar.

Prisma für Android: Download

Image „Powered By Android“ (adapted) by JD Hancock (CC BY 2.0)

About Patrick Kiurina
Patrick Kiurina war von 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv. Zuvor studierte er Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.