Patentstreit: Asus muss vorerst den Verkauf von Android-Geräten in Deutschland stoppen

Aufgrund von Patentproblemen hat Asus derzeit den Verkauf von Smartphones und Tablets die mit Android 5 oder höher als Betriebssystem laufen in Deutschland gestoppt. Hintergrund ist ein Patentstreit mit dem niederländischen Konzern Philips.

So hatte das Landgericht Mannheim in seinem Urteil festgestellt, dass die Übersicht der zuletzt verwendeten Apps gegen ein Patent von Philips verstoße. Ein Einspruch von Seiten Asus ist aber bereits am laufen. So spricht der taiwanische Hersteller von einem Zufall, dass es bei dem Verfahren sie getroffen habe. Es handle sich hierbei um eine Funktion von Googles Mobilbetriebssystem Android, die gleichermaßen viele Hersteller von Android-Geräten betreffe. An dem durch Philips verursachten Verkaufsverbot ändert das zunächst allerdings nichts.

Der Suchmaschinenriese habe bereits einen Patch entwickelt, der das Problem beseitigt. Dieser sei seit Anfang Oktober erhältlich. Der taiwanische Hersteller arbeite derzeit mit Hochdruck daran, dass dieser Patch für die neuen Produkte angepasst wird. Alle Geräte die bereits über das Update verfügen, können uneingeschränkt innerhalb Deutschlands verkauft und beworben werden. Wann genau die betroffenen Geräte wieder verfügbar sein werden ist bislang noch nicht klar.

Image „ASUS“ (adapted) by Kārlis Dambrāns (CC BY 2.0)

About Patrick Kiurina
Patrick Kiurina war von 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv. Zuvor studierte er Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.