Blincam: Fotos knipsen per Augenzwinkern

Mit der Kamerabrille Blincam lassen sich in Zukunft durch einfaches Zwinkern Fotos schießen. Möglich wird dies mit einer Aufsteckkamera, die sich unkompliziert an jedes Brillenmodell montieren lässt. Die Kamerabrille fungiert dabei wie die Fotofunktion von Google Glass.

Das japanische Startup Blincam hat dabei für die Finanzierung die Crowdfunding-Plattform Makuake.com genutzt. Um die eigene Brille in eine Kamerabrille zu verwandeln, wird das Kamera-Gadget einfach am Bügel der eigenen Brille befestigt. Nun soll die Kamera durch seitliche Sensoren registrieren können, wenn der Nutzer blinzelt und infolgedessen wird automatisch ein Foto gemacht. Im Anschluss daran lässt sich eine Verbindung zu einem Android-Gerät aufbauen und das Bildmaterial auf das gewünschte Smartphone ziehen. Das Kamera-Gadget verbindet sich dabei per Bluetooth mit dem jeweiligen Smartphone. Wird ein Foto geschossen, ertönt beim Auslösevorgang ein akustisches Feedback, ob der Vorgang auch wirklich erfolgreich war. Wer auch mal unauffällig ein Foto knipsen möchte wird hier schnell verraten. Über das Smartphone soll sich die Funktion allerdings auch deaktivieren lassen.

Neigt sich der Akku der Blincam mal dem Ende entgegen, lässt sich das Gadget per Micro-USB wieder aufladen. Der interne Speicher bietet 32 Gbyte um zahlreiche Fotos zu sichern. Mit ihrem CMOS-Sensor, ist die Bincam dazu in der Lage, fünf Megapixel große Fotos zu knipsen.

Damit die Blincam ein ungewolltes Blinzeln von einem absichtlichen Blinzeln unterscheiden kann, wurden hierfür extra spezielle Programme geschrieben. Demnach soll ein gewolltes Blinzeln mehr Zeit in Anspruch nehmen als ein ungewolltes Blinzeln. Außerdem werden bei einem gewollten Blinzeln die Augen spürbar stärker zusammengekniffen.

Laut Angaben der Hersteller ist die Blincam funktionsfähig und kann somit in die Massenherstellung gehen. Das Kamera-Gadget soll bereits ab Dezember 2016 ihren Weg zu den Unterstützern finden. Preislich liegt die Blincam bei 18.000 Yen, was umgerechnet etwa 150 Euro entspricht.

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About Patrick Kiurina
Patrick Kiurina war von 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv. Zuvor studierte er Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.