Mittelklasse-Smartphone mit göttlichem Namen: Das Vernee Mars im Test

Der chinesische Smartphone-Hersteller Vernee, welcher hierzulande noch recht unbekannt ist, hat ein weiteres Smartphone veröffentlicht. Neben dem Einsteiger-Gerät Thor und dem Mittelklasse-Smartphone Apollo Lite, musste für das neuste Modell des Herstellers nun der römische Kriegsgott Mars mit seinem Namen herhalten. Dabei handelt es sich um ein preiswertes Mittelklassemodell, welches nahezu randlos daher kommt. Wir haben uns das Vernee Mars mal etwas genauer angeschaut. Was dabei rausgekommen ist, erfahrt Ihr im Testbericht.

Design & Verarbeitung

Mit dem Smartphone-Modell Mars, hat der chinesische Hersteller seine Auswahl an Geräten um ein 5,5 Zoll großes Mittelklasse-Smartphone erweitert. Da das Mars lediglich einen sehr schmalen Rand besitzt und daher fast randlos ist, fällt das Gerät mit seinen Maßen von 151x73x7,7 Millimeter sehr kompakt aus und ist sogar kleiner als das Apollo Lite. Dazu bringt das Mars ein Gewicht von 162 Gramm auf die Waage.

Mit seinen Antennenstreifen aus Kunststoff auf der Rückseite des Aluminium-Gehäuses, erinnert das Gerät ein bisschen an das aktuelle Apple-Flaggschiff iPhone 7. Das Gehäuse ist 7,6 Millimeter dick und in den Farben Gold oder Grau erhältlich. An der rechten Seite sind die Lautstärkeregler und der Powerbutton verbaut. Unter dem Powerbutton befindet sich außerdem ein Fingerabdrucksensor.
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Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein Simkarten-Slot. Hier findet entweder eine Micro-Sim und eine Nano-Sim Platz, oder auch eine Micro-Sim und eine Micro-SD-Karte, um den Speicher zu erweitern. Wer also die Dual-Sim Funktion nutzen möchte, muss leider auf eine Speichererweiterung verzichten.

Auf der Rückseite ist außerdem eine 13-Megapixel-Kamera verbaut, mit einem Sensor vom Typ Sony IMX258. Diese macht bei guten Lichtverhältnissen annehmbare Bilder, bei weniger guten Lichtverhältnissen werden aber auch schnell die Grenzen der Kamera aufgezeigt. Insgesamt wirken die Bilder etwas überlichtet, die Farben wirken etwas verblasst und auch ein leichter Rotstich ist wahrnehmbar.

Unter dem Display befindet sich On-Screen-Buttons, während oberhalb des Displays eine Benachrichtigungs-LED verbaut ist. Auf der Unterseite verfügt das Mars über einen USB-Type-C Anschluss sowie einen Mono-Lautsprecher.

Innenleben/Leistung

Im Inneren verfügt das Vernee Mars über einen Mediatek Helio P10 Prozessor. Dazu gesellen sich ein Mali-T860-Grafikchip sowie vier Gigabyte Arbeitsspeicher. Genug Power um mit dem Gerät ohne Probleme durch den Alltag zu kommen. Dabei kommt es weder zu Rucklern bei der Nutzeroberfläche, noch bei dem Ausführen von Spielen. Auch das Surfen im Internet geht problemlos von der Hand. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass das Vernee Apollo welches 50 Euro weniger kostet, mit seinem Helio X20 Prozessor mehr Leistung bringt. Bei einem Verkaufspreis von knapp 200 Euro nicht gerade überzeugend.

Mit 32 Gigabyte hat der interne Speicher eine ausreichende Größe. Reicht der Platz dennoch nicht lässt sich eine Micro-SD-Karte einlegen. Wie bereits erwähnt wird dann allerdings der zweite Kartenschacht für eine weitere SIM-Karte belegt.
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Power bekommt das Vernee Mars durch einen fest verbauten 3.000-Milliamperestunden-Akku. Mit einer Laufzeit von rund sechs Stunden ist dieser nicht gerade das Nonplusultra, allerdings reicht es in der Praxis für einen Arbeitstag. Mit der Quick Charge-Technik Pump Express von MediaTek, lässt sich das Gerät allerdings in nur 84 Minuten komplett aufladen. Das Aufladen erfolgt bei dem Vernee Mars über einen USB C-Anschluss an der Unterseite des Smartphones.

Ausgeliefert wird das Vernee Mars mit Android 6.0 Marshmallow. Darüber legt Vernee seine eigene Benutzeroberfläche mit dem Namen V-OS. Im Vergleich zu Stock Android wirkt die Optik der Systemoberfläche aber nur minimal angepasst.

Test-Fazit Vernee Mars

Mit dem Vernee Mars erhält man für sein Geld ein Mittelklasse-Smartphone welches durchaus seine Qualitäten hat, allerdings auch nicht vollends zu begeistern weiß. So gibt es Makel wie beispielsweise der Prozessor, der für den Preis wenig überzeugt, die nur mäßige Akkulaufzeit oder die höchstens mittelmäßige Kamera. Ansonsten erhält man mit dem Vernee Mars aber ein solides Mittelklasse-Smartphone in einem schicken Unibody-Gehäuse.

Auch wenn die Hardware nicht in jeder Hinsicht zu überzeugen weiß, ist diese dennoch ausreichend für den Alltag. Den einen oder anderen Kompromiss muss man mit dem Mars dennoch eingehen. In Deutschland ist das Vernee Mars für rund 250 Euro erhältlich.

Bei erworbenen Geräten über vernee.de, wird einem voller kostenloser Support sowie Garantie gewährt. Für Kunden die Vernee-Smartphones im Ausland erwerben, gilt dieser Garantieanspruch nicht und sie haben auch keinen Anspruch auf Service. Sprich, der China Käufer muss sein Gerät nach China zurücksenden und auch von dort Support einholen.

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About Patrick Kiurina
Patrick Kiurina war von 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv. Zuvor studierte er Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.