Alcatel A5 LED

Alcatel A5 LED ausprobiert: Abzappeln mit dem Disco-Smartphone

Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona hat TCL mehrere im Niedrigpreissegment angesiedelte Android-Smartphones seiner Marke Alcatel vorgestellt. Ich hatte die Gelegenheit, mir das interessanteste der neuen Geräte, das Alcatel A5 LED, aus der Nähe anzuschauen.

Alcatel A5 LED
Von vorne sieht das A5 aus wie ein normales Smartphone der Mittlklasse. Image by Lars Rehm

Hardware ohne Glamour-Faktor

Mit einem 5,2 Zoll großem HD-Display (720p), einem Achtkern-Chipset von Mediatek, 2 GB Arbeitsspeicher und 16 GB erweiterbaren Nutzerdatenspeicher ist das Alcatel A5 LED auf den ersten Blick ein durchschnittliches Smartphone der unteren Mittelklasse. Auch die 8 Megapixel auflösende Haupt- und die 5 Megapixel auflösende Frontkamera tragen nicht allzu viel dazu bei, den Glamour-Faktor zu erhöhen.

Disco-Kugel für die Hosentasche

Schaue ich mir das Alcatel A5 LED aber von der Rückseite an, kommt ein ungewöhnliches Feature zum Vorschein und auch der Namenszusatz „LED“ ergibt plötzlich Sinn: In das Panel der Rückseite sind 35 Leuchtdioden eingelassen, die in unterschiedlichen Farben aufleuchten können.

Alcatel A5 LED
35 Leuchtdioden zeigen Muster auf dem LED-Cover an. Image by Lars Rehm

Um die LED-Fläche zu steuern stellt Alcatel mehrere Apps zur Verfügung. So können die Leuchtdioden zum Beispiel Notifikationen bei einem Anruf oder von Apps wie Facebook oder Snapchat anzeigen oder gleichzeitig mit dem Weck-Ton aufleuchten. Die dazu genutzten Farb- und Lichtmuster lassen sich in der „Lightshow“ genannten App individualisieren.

Alcatel A5 LED
In der LED-Rückwand sind die elektronischen Kontakte zu erkennen. Image by Lars Rehm

Zusätzlich kann ich der Kamerafunktion in der „Color Catcher“-App ein Foto aufnehmen. Die App passt dann Homescreen und Wallpaper des Telefons an die Farben im Foto an und erstellt zusätzlich ein Licht-Schema fürs LED-Cover. So sind den nutzbaren Farbkombinationen praktisch keine Grenzen gesetzt. Außerdem kann das Cover im Rhythmus der abgespielten Musik aufleuchten. Wem das alles zu viel Geblinke ist, der kann natürlich auch ein Standard-Cover ohne LEDs nutzen. Dann ist das Gerät auch normal schmal. Mit dem LED-Cover wiederum ist es einen satten Zentimeter dick.

Fazit: Alcatel A5 LED überstrahlt Alltags-Blues

Für die 199 Euro, die das Alcatel A5 LED kosten wird, gibt es bei anderen Herstellern etwas bessere Hardware-Spezifikationen und Performance – zum Beispiel das ebenfalls neue Moto G5 (siehe unsere Smartphone-Highlights des MWC). Das LED-Cover des Alcatel A5 LED ist aber ein echtes Alleinstellungsmerkmal, mit dem wohl vor allem die jüngere Klientel seine Freude haben dürfte. Wer ohne das Feature leben kann, muss dem Alcatel A5 LED eigentlich keine besondere Beachtung schenken. Wer sich aber mit seinem Telefon gerne ein bisschen vom tristen Alltagsgrau absetzen will, für den könnte das neue Alcatel genau das Richtige sein.


Images by Lars Rehm


 

About Lars Rehm
Lars Rehm ist freiberuflicher Journalist und schreibt für US-, britische und deutsche Medien über Fotografie, Kameras und Technologie im Allgemeinen. Seit 2007 hat er für Dpreview.com unzählige Digitalkameras, Objektive und Zubehör getestet aber nimmt heutzutage einen großen Teil seiner Bilder auch mit dem Smartphone auf. Er ist fasziniert von der hohen Innovationsrate im Mobilsektor und den kreativen Möglichkeiten, die durch Konnektivität und mobile Rechenpower geboten werden.