Jelly, Exchimp und Mokase: Drei aktuelle Crowdfunding-Gadgets von Kickstarter vorgestellt

Neue Produkte erblicken immer öfter durch Crowdfunding-Projekte, bei denen das Interesse mit finanziellem Investment ausgedrückt wird, die Welt. Die wohl bekannteste Plattform ist hierbei Kickstarter. Ich habe mich auf die Jagd nach spannenden Vorhaben begeben und zeige euch das aktuell kleinste Android-Phone, eine Standalone-VR-Brille sowie ein Smartphone-Case aus dem frischer Kaffee fließen soll.

Jelly: Kleinstes LTE-Smartphone mit Android 7.0

Das Jelly ist das kleinste Smartphone mit Android 7.0. Image by Jelly

Während Smartphone-Hersteller wie Samsung, Huawei und LG immer größere Geräte präsentieren, hat sich ein chinesisches Entwicklerteam dazu entschlossen das kleinste 4G-Smartphone mit Android 7.0 Nougat auf die Welt zu bringen. Mit Abmaßen von lediglich 43 mm x 92 mm x 13 mm ist das Gerät sehr kompakt und mit 60 g zudem angenehm leicht. Die Leistungsdaten klingen auf dem Papier ganz ordentlich: Das Jelly soll mit Vier-Kern-Prozessor und 1.1 GHz Taktleistung, 950 mAh Akku, 8 Megapixel Hauptkamera sowie 2 Megapixel Frontkamera daher kommen. Die Diagonale des Multi-Touch-Diplays beträgt 2,45 Zoll, das Panel löst mit 240 x 432 Pixel auf.

In der ’normalen‘ Variante beträgt der Arbeitsspeicher 1 GB und der interne Speicher 8 GB, in einer aufgebohrten Pro-Version spendieren die Entwickler 2 GB RAM und 16 GB ROM. Eine microSD-Karte erweitert den Speicherplatz um bis zu 256 GB. WLAN a/b/g/n (2,4 GHz sowie 5 GHz), LTE (Dual SIM), Bluetooth 4.0 sowie GPS sind ebenfalls an Bord. Im Kickstarter-Special bekommt ihr das Jelly für 79 US-Dollar, das Jelly Pro für 95 US-Dollar in den Gehäusefarben Weiß, Schwarz und Blau. Außerdem gibt’s für 10 US-Dollar ein praktisches Armband, mit dem ihr das Jelly während des Workouts am Oberarm montieren könnt. Das Interesse ist riesig. Mit 600.000 US-Dollar ist mehr als das 20-fache des Zahlungsziels bereits eingegangen. Die Auslieferung der ersten Geräte beginnt im August 2017.

Exchimp AI1: Standalone-VR-Brille mit Android OS

Die VR-Bille Exchimp AI1 ermöglicht ein realistisches VR-Erlebnis für den schmalen Geldbeutel. Image by Exchimp

Willst du aktuell kostengünstig VR-Inhalte genießen, so führt kaum ein Weg an einem teuren High-End-Smartphone mit hochauflösendem Display vorbei. Bis jetzt, denn mit dem AI1 will Exchimp eine preiswerte VR-Brille auf den Markt bringen, die komplett ohne zusätzliche Hardware funktioniert. Das All-in-One-Gadget kommt mit einem integrierten, hochauflösenden Quad-HD TFT-Display daher, das eine augenfreundliche Bildwiederholrate von stabilen 60 Hz bietet. Ein Atom x5 Prozessor von Intel sorgt für die nötige Rechenpower.

Das vorinstallierte Betriebssystem basiert auf Google Android und bietet von Haus aus einige Spiele und Videos. Weitere Inhalte landen per WLAN unkompliziert aus dem Google Play Store auf dem 32 GB großen internen Speicher, der per microSD-Karte erweiterbar ist. Der 4.750 mAh starke Akku versorgt das Gadget bis zu 7 Stunden mit Energie. Mit 389 g ist die VR-Brille zudem angenehm leicht. Per Extra-Controller lässt sich in der virtuellen Welt navigieren. Besonders schnelle Unterstützer erhalten die Exchimp AI1 für 229 Euro, bei Veröffentlichung im September soll das Gadget dann faire 399 Euro kosten. Da über das Doppelte des anvisierten Zahlungsziels bei Kickstarter bereits eingekommen ist, ist die Realisierung bereits fix.

Mokase: Kaffee aus der Smartphone-Hülle

Das Mokase transformiert das Smartphone zur mobilen Kaffeemaschine. Image by Mokase

Für besonders müde Geister eignet sich das patentierte Kaffee-Case Mokase des italienischen Entwicklerteams um Clemente Biondo. Was im ersten Moment wie ein Aprilscherz klingt, könnte schon bald Realität werden. Hauptbestandteile der smarten Handyhülle sind mit dem Wafer ein kleiner, austauschbarer Tank, der den Espresso beinhaltet sowie ein kurzer Schlauch, der bei Bedarf erwärmt wird und den Kaffee erhitzt. Den Strom erhält das kleine Aluminium-Silikon-Röhrchen hierbei von einem integrierten Akku. Laut den Entwicklern erwärmen sich 25 ml Kaffee innerhalb von 5 bis 8 Sekunden von 15/20 °C auf 50/60 °C.

Gestartet wird der Brühvorgang per integrierter Steuerung und entsprechender App. Je nach Geschmack könnt ihr unterschiedliche Wafer – sogenannte Mokaromi – in den Slot schieben und bis zu drei Monate darin aufbewahren. Anschließend sind Lecks im neuartigen Membransystem möglich. Die Entwickler planen eine Realisierung der Mokase-Cases für Samsung Galaxy S6, S7 und S8, Huawei P8, P9 und P10 sowie LG G5. Auch Apple-User sollen für ihr iPhone ein passendes Case erhalten. Ob sich das Mokase, das ab einer finanziellen Unterstützung von 49 Euro ab September ausgeliefert werden soll, im Alltag allerdings durchsetzt, muss sich noch zeigen. Noch ist das Zahlungsziel bei Kickstarter nicht erreicht.


Teaser Image Crowdfunding by Recrea HQ / flickr (CC BY NC SA 2.0), Images by Jelly, Exchimp, Mokase


About Jonas Haller
Jonas ist technikbegeisterter Leichtbaustudent an der Technischen Universität in Chemnitz. Er sammelt gern Erfahrungen mit neuer Hardware sowie innovativen Technologien und lässt andere daran teilhaben. Durch den Techblog „HTC Inside“ ist er zum Bloggen gekommen. Zwischendurch war er auch für das „Android Magazin“ aktiv. Privat schreibt er auf jonas-haller.de über die Dinge und Geschichten in seinem Leben, die er berichtenswert findet.

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