Honor 10 lite: Ganz großes Android-Handy zum „lighten“ Preis

Das Honor 10 war eine der Smartphone-Sensationen des Jahres 2018. Schließlich steckte darin ganz viel Technik vom Triple-Kamera-Pionier Huawei P20 Pro – aber für weniger Geld. In der Fachwelt kam das Honor 10 deshalb gut an. Den Nerv des Publikums traf es wohl auch. Denn mit dem Modellableger Honor 10 lite will der Hersteller die Welle weiter reiten. Normalerweise sind Geräte mit dem Zusatz „lite“ schwache Schatten ihrer Vorbilder. Doch in diesem Fall müssen Käufer im Vergleich auf kaum etwas verzichten. Für rund 250 Euro kommt das Honor 10 lite daher zu einem fairen Preis heute in den Handel.

Android 9 und XXL-Display: Das hat das Honor 10 lite zu bieten

Auffälligstes Highlight ist das fast rahmenlose Display, das mit einer Diagonale von 6,21 Zoll sehr viel Fläche zum Eintauchen ins Geschehen bietet. Nur eine sogenannte Dewdrop-Notch ragt am oberen Rand hinein. Ansonsten bietet das Honor 10 auf der Front Display, wohin man blickt. Der Anteil an der Gesamtfläche ist mit 90 Prozent sehr hoch. Mit FullHD+ (2.340 x 1.080p) bietet das Display auch sehr scharfes Bild.

Als Hingucker auf der Rückseite kleidet Honor das Gerät in drei schillernde Blau- und Schwarztöne. Dort sind zudem eine Dual-Kamera und ein Fingerabdrucksensor zu finden. Ebenso wie bei der 24-MP-Frontkamera, können Anwender KI-gestützte Foto-Software für Porträtlichteffekte wie im Studio einsetzen.

Unter der Haube sorgt ein Mittelklasse-Prozessor vom Typ Kirin 710 für ein Arbeitstempo, das im Alltag ausreichend flott sein dürfte. Dem Rechenknecht stehen angemessene 3 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Mit dem Grafik-Beschleuniger GPU Turbo 2.0 soll das Honor 10 lite auch grafisch anspruchsvolle Spiele flüssig darstellen. Fotos, Videos und Apps lassen sich auf 64 GB Nutzerdatenspeicher ablegen. Ein überdurchschnittlich leistungstarker Akku mit 3.400 mAh sorgt dafür, dass dem Honor 10 lite dabei nicht so schnell die Puste ausgeht.

In der Software-Abteilung ist Honor ganz vorn dabei. Der Hersteller liefert den Neuzugang mit Android 9 Pie aus, Googles aktuellem Betriebssystem. Im Stile von Google Lens packt Honor zudem den „All-in-One“-Assistenten HiVision auf das Gerät. Die App soll mithilfe der Kamera 400 europäische Wahrzeichen und 10 Millionen renommierte Kunstwerke in 40 Städten auf der ganzen Welt identifizieren und detaillierte Informationen dazu liefern. Außerdem informiert die App über die Kalorien in abfotografierten Lebensmitteln. Abfotografierte Schilder und Texte kann sie in zehn Sprachen übersetzen.

Kleine Unterschiede zum Honor 10

Im Vergleich zum 90 Euro teureren Honor 10 müssen Käufer der lite-Version kaum Abstriche machen. Dass das Honor 10 lite Kabelverbindungen über Micro-USB statt USB Typ C eingeht, lässt sich verschmerzen. Schwerer wiegen die Einbußen bei der Kamera. Nominell bieten beide Geräte eine Dual-Kamera. Doch das Honor 10 kann dabei mit einem optischem Zweifach-Zoom aufwarten, während die lite-Version nur ein Weitwinkel zu bieten hat. Die zweite Einheit bietet keine weitere Brennweite, sondern dient dazu, Tiefeninformationen für das simulierte Bokeh zu sammeln.

Erwartungsgemäß ist der Prozessor im Honor 10 lite auch nicht ganz so stark wie im Original. Das größere Display hat jedoch der Neuzugang. Alles in allem hat Honor daher ein sehr gutes Paket mit ausgewogenem Preis-Leistungs-Verhältnis geschnürt. Auf der Suche nach einem starken Handy für wenig Geld haben Honor-Fans damit die Qual der Wahl zwischen dem Honor 10, dem Honor 10 lite sowie dem Honor 8X und Honor Play.

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Images by Honor

About Berti Kolbow-Lehradt
ist Freier Technikjournalist. Für die Netzpiloten sowie unsere Geschwisterseiten Netzpiloten Apple und Netzpiloten Android befasst er sich mit vielen Aspekten rund ums Digitale. Dazu gehören das Smart Home, die Fotografie, Smartphones, die Apple-Welt sowie weitere Bereiche der Consumer Electronics und IT. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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