Die besten Apps, um Coding zu lernen

Wohl jeder ist schon einmal auf die eine oder andere Weise mit einer Programmiersprache in Kontakt gekommen. Egal ob in der Schule, bei dem Erstellen einer eigenen Website oder durch Hörensagen. Wer sich in der digitalen Sphäre sicher bewegen will, der sollte in der heutigen Zeit zumindest ein vages Verständnis davon haben, wie die digitale Welt funktioniert. Wir haben bereits festgestellt, dass es neben JavaScript, CSS und Python auch Programmiersprachen gibt, die fernab von allem sind, was professionelle Coder jemals benutzen würden. Denn das Schöne am Coding ist eben, dass eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt wird. Fangt ihr erst einmal mit dem Coding lernen an, dann stehen euch alle Türen offen.

Lernen via Apps

Mir fiel vor einigen Wochen auf, dass meine Kenntnisse gerade in HTML und JavaScript nicht mehr so aktuell sind, wie ich es mir vielleicht wünschen würde. Deswegen entschloss ich mich dazu, das Coden wieder aktiv zu lernen. Natürlich hätte ich das auch über meine Skillshare-App machen können, aber eigentlich ist es doch schöner, wenn man direkt ein Interface hat, in dem man die gelernten Dinge ausprobieren kann. Und das am besten auch noch für unterwegs und im allerbesten Fall kostenlos. Deswegen habe ich mir drei Coding-Apps heruntergeladen und versucht herauszufinden, bei welcher App ich den meisten Lernerfolg hatte.

SoloLearn – Coding lernen in der Community

Die allererste App, die ich ausprobieren wollte, heißt SoloLearn. Mit ihr soll es möglich sein, die Programmiersprachen C++, Java, Kotlin, C#, JavaScript, C, PHP, Ruby und Swift 4 zu lernen. Dazu kommen reine Webdesign-Sprachen wie HTML und CSS. Schon nachdem ich diese Liste durchgelesen hatte, musste ich tief durchatmen. Mir scheint, ich habe da noch einiges vor mir. Ich wählte HTML und mir gefiel sofort, dass die Lern-Einheiten sehr abwechslungsreich aufgebaut sind. Und vor allem werden die einzelnen Schritte hier sehr gut erklärt. Selbst blutige Anfänger, die noch nie etwas in HTML geschrieben haben, werden hier sanft an das Thema herangeführt und nicht gleich überrumpelt.

Die eigentliche Besonderheit der App liegt jedoch in ihrer Community. Denn diese sorgt nicht nur dafür, dass sich Anfänger und fortgeschrittene Programmierer bei Problemen gut beraten fühlen, sondern sie fügen selbst noch Lektionen zu den bereits bestehenden hinzu und vermitteln ihr Wissen auch auf neuen Gebieten. So kann man in der App nicht nur Coding lernen, sondern auch alles, was man zu Machine Learning, Datenbanken und Ähnlichem wissen muss. Dass man sich bei dieser Fülle an kostenlosen Kursen leicht übernehmen kann, glaube ich gerne.

Hier kann die App kostenlos für Android und iOS heruntergeladen werden.

Codecademy bringt euch Stück für Stück voran

Die App Codecademy hat nicht nur einen schmissigen Namen, sondern kann ebenfalls sehr hilfreich sein, wenn man Coding lernen möchte. In der App kann man HTML, CSS, JavaScript, Python und SQL lernen. Die verschiedenen Lektionen haben mir dabei besonders gut gefallen, denn das Interface der App ist sehr angenehm und es macht Spaß damit neue Elemente zu lernen. Damit man auch weiß, was genau man da eigentlich lernt, gibt es bei Codecademy immer einige Merkkarten, auf denen erklärt wird, wie die jeweilige Sprache bzw. Anwendung funktioniert. Danach darf man dann das theoretische Coding lernen mit dem Praktischen verbinden. Darüber hinaus kann man auf verschiedene Informations-Artikel zugreifen.

Mit jedem Tag, an dem man programmiert, wird einem ein Streak hinzugefügt, was als zusätzliche Motivation dienen soll. In der kostenpflichtigen Pro-Version kommen dann noch einmal deutlich mehr Lern-Sessions hinzu und die Möglichkeit, an den Programmier-Projekten anderer User teilzuhaben. Auch diese App ist kostenlos für Android und iOS zu haben.

Professionell mit Einschränkungen: DataCamp

Es ist schon ein witziges Gefühl, wenn man durch das Abschließen einer Lektion XP, also Erfahrungspunkte, bekommt. Genau das ist in der App DataCamp möglich. Wie auch in den anderen beiden Apps kann zwischen verschiedenen Programmiersprachen entschieden werden. Die App selbst bietet Einführungskurse für Python und SQL sowie eine Einführung in die Datenverarbeitung an. Hier kommt die Anwendung jedoch auch schon an ihre Grenzen, denn darüber hinaus gibt es in der App selbst nicht viel zu sehen. Auf der Website der Entwickler soll man noch mehr Kurse zu verschiedensten Themen abschließen können, ebenfalls kostenlos. Aber die App eignet sich nur für diejenigen, die wirklich nur einen Überblick über das Coding bekommen wollen. Trotzdem ist sie ansprechend gestaltet und die Macher dahinter versprechen, dass bald noch mehr Kurse online kommen sollen.

Die App ist für iOS und Android kostenlos verfügbar.

Fazit

Die Benutzeroberfläche und die allgemeine Herangehensweise bei Codecademy gefallen mir wirklich. Die App ist übersichtlich, einfach und gut desgined. Trotzdem wird SoloLearn die einzige App aus diesen dreien sein, die ich auf Dauer auf meinem Smartphone installiert lassen werde. Das liegt zum großen Teil an der tollen Community, die nicht nur viele Fragen beantworten, sondern auch kreativ miteinander arbeiten kann. Es ist spannend zu sehen, welche Fortschritte andere mit der App bereits gemacht haben, sodass man selbst sofort wieder motiviert ist, weiter zu lernen. Hinzu kommen noch Badgets, die man sich verdienen kann. Also quasi kleine Abzeichen, die man für das Vollenden der einzelnen Kurse bekommt. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass die meisten Kurse in den Apps auf Englisch sind. Gewisse Sprachkenntnisse müssen also so oder so mitgebracht werden.

Wie gesagt ist DataCamp sicher eine Plattform, die euch interessante Einblicke geben kann, aber Codecademy und SoloLearn sind hier vom Umfang einfach schon weiter. Und wenn ihr wirklich viel lernen und euch richtig tief in die Welt des Codings begeben wollt, dann empfehle ich SoloLearn. Denn auch wenn die App hier und da Werbung schaltet, um sich zu finanzieren, ist es erstaunlich wie viel kostenloses Wissen sie enthält.


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About Leonie Werner
möchte nach ihrem Abschluss des Gymnasiums mit Abitur erste Erfahrungen im Berufsleben sammeln. Sie absolviert bei den Netzpiloten derzeit ein Praktikum und hofft 2019 im Bereich Medien einen Studienplatz zu erhalten. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit Gaming und allem was sonst noch im digitalen Bereich Spaß macht.

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